Emotet-Malware: Wie funktioniert sie und wie kann sie gestoppt werden?
Was ist Emotet?
Emotet, das einst als „gefährlichste Malware der Welt“ bezeichnet wurde, wurde 2014 erstmals als Banking-Trojaner entdeckt und hat sich im Laufe der Jahre zur bevorzugten Lösung für Cyberkriminelle entwickelt. Was machte Emotet so gefährlich? Es wurde anderen Cyberkriminellen gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt, um zusätzliche Arten von Malware, wie beispielsweise Banking-Trojaner oder Ransomware, auf den Computern der Opfer zu installieren.
Die Infektion erfolgt über eine makroaktivierte Dokumentdatei, die sich über Spam-E-Mails (Malspam) verbreitet. Emotet nutzt Social-Engineering-Tricks, um legitim zu wirken und das Opfer dazu zu verleiten, die bösartige Office-Datei herunterzuladen und Makros zu aktivieren.
Emotet wurde ursprünglich als Banking-Malware entwickelt, die versuchte, sensible und private Informationen vom Computer des Opfers zu stehlen. In späteren Versionen der Software wurden Spamming- und Malware-Dienste hinzugefügt, darunter auch andere Banking-Trojaner.
Emotet versucht, die Entdeckung zu vermeiden, indem es ein passwortgeschütztes VBA-Projekt und verschleierte Makros verwendet. Außerdem verwendet es C2-Server, um Updates zu erhalten. Dies funktioniert auf die gleiche Weise wie Betriebssystem-Updates auf einem PC und kann nahtlos und ohne dass der Benutzer es merkt erfolgen. Auf diese Weise können die Angreifer aktualisierte Versionen der Software installieren, zusätzliche Malware einschleusen oder Informationen wie Benutzeranmeldedaten und E-Mail-Adressen stehlen.
Emotet, das als das weltweit größte Malware-Botnetz gilt, wurde Anfang 2021 von internationalen Strafverfolgungsbehörden zerschlagen. Leider ruhen sich Cyberangreifer nicht auf ihren Lorbeeren aus, und bereits ab November 2021 war es wieder aktiv.
Das folgende Video zeigt Beispiele für einen aktuellen Emotet-Angriff, der von Datto SaaS Defense erkannt und gestoppt wurde:




