Was ist dateilose Malware?
Fileless Malware, eine destruktive und bösartige Software, die legitime Programme nutzt, um in einen Computer einzudringen und ihn zu infizieren, ist eine ernsthafte Bedrohung für Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen. Als Managed Service Provider (MSP) ist es wichtig, die besten Sicherheitsmaßnahmen zu kennen, mit denen Sie Ihre Kunden vor Angriffen durch dateilose Malware schützen können.
Diese Art von Malware ist schwer zu erkennen, da sie nicht auf herkömmliche dateibasierte Methoden zurückgreift, um ein System zu infizieren. Stattdessen verwendet sie Programme und Tools, die bereits auf einem Computer installiert sind, um in das System einzudringen und Schaden anzurichten.
Obwohl dateilose Malware kein neues Phänomen ist, hat sie in den letzten Jahren an Häufigkeit zugenommen, da immer mehr Cyberkriminelle und Bedrohungsakteure diese Methode für ihre Angriffe auf Computer nutzen.
Wie dateilose Malware auf einen Computer gelangt
Es gibt verschiedene Wege, auf denen dateilose Malware auf einen Computer gelangen kann. Am häufigsten geschieht dies über Phishing-E-Mails. Diese E-Mails enthalten oft Anhänge oder Links, die beim Anklicken dazu führen, dass die dateilose Malware auf den Computer heruntergeladen und dort installiert wird.
Eine weitere Möglichkeit, in einen Computer einzudringen, sind Drive-by-Downloads. Dies geschieht, wenn ein Computernutzer eine Website besucht und anklickt, die mit dateiloser Malware infiziert ist. Die dateilose Malware nutzt dann Schwachstellen im Webbrowser, um sich selbst auf den Computer herunterzuladen und zu installieren.
Wie wird dateilose Malware eingesetzt?
Dateilose Malware wird häufig dazu verwendet, sensible Daten wie Passwörter und Kreditkartennummern zu stehlen. Sie kann auch dazu genutzt werden, Dateien zu verschlüsseln und ein Lösegeld für den Entschlüsselungscode zu fordern. In manchen Fällen kann dateilose Malware sogar dazu verwendet werden, die Kontrolle über einen Computer zu übernehmen und ihn für böswillige Zwecke zu nutzen, beispielsweise zum Starten von DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) oder zum Versenden von Spam-E-Mails.
Wie Sie Ihre Kunden vor dateiloser Malware schützen können
Der beste Weg, Ihre Kunden vor dateiloser Malware zu schützen, ist die Umsetzung eines mehrschichtigen Sicherheitskonzepts. Dazu gehört der Einsatz eines leistungsstarken Antivirenprogramms, das darauf ausgelegt ist, dateilose Malware zu erkennen und zu entfernen. Außerdem ist es wichtig, die gesamte Software auf dem neuesten Stand zu halten, da dateilose Malware häufig Schwachstellen in veralteter Software ausnutzt. Eine weitere wichtige Schutzebene ist die Umsetzung bewährter Sicherheitsverfahren sowie die Schulung Ihrer Kunden und deren Mitarbeiter darin, wie sie ihre Netzwerke vor dateiloser Malware und anderen Cyberbedrohungen schützen können.
Arten von Angriffen mit dateiloser Malware
Es gibt viele verschiedene Arten von Angriffen mit dateiloser Malware, zu den häufigsten gehören:
Phishing-E-Mails enthalten in der Regel Anhänge oder Links, die beim Anklicken dazu führen, dass die dateilose Malware auf einen Computer heruntergeladen und dort installiert wird. Professionelle Tipps dazu, wie Sie eine Phishing-E-Mail erkennen können, finden Sie in unserem Blog: So erkennen und schützen Sie sich vor Phishing-E-Mail-Angriffen.
Zu „Drive-by-Downloads“ kommt es , wenn eine mit dateiloser Malware infizierte Website Sicherheitslücken im Webbrowser ausnutzt, um sich selbst auf den Computer eines Website-Besuchers herunterzuladen und dort zu installieren.
Die Ausnutzung von Sicherheitslücken in veralteter Software kann dazu führen, dass sich dateilose Malware auf einem Computer einnistet. Deshalb sind eine gute Patch-Management-Strategie sowie ein planmäßiger Rhythmus für die Aktualisierung der Software auf die neueste Version von entscheidender Bedeutung.
Unter „Memory Code Injection“ versteht man bösartigen Code, der in einen legitimen, im Speicher laufenden Prozess eingeschleust wird. Dies kann mithilfe verschiedener Methoden erfolgen, darunter Windows Management Instrumentation (WMI) oder PowerShell.
Durch Manipulation der Windows-Registrierung werden Einträge hinzugefügt, die schädlichen Zwecken dienen. Sobald diese Einträge aktiv sind, können sie dazu genutzt werden, die dateilose Malware beim Systemstart automatisch auszuführen.
Die Ransomware „SamSam“ verschlüsselt Dateien auf einem Computer und fordert ein Lösegeld für den Entschlüsselungsschlüssel. Nach der ersten Infektion spioniert sie über einen langen Zeitraum hinweg und greift unbemerkt an.
Wie man sich vor bestimmten dateilosen Malware-Bedrohungen schützt
Es gibt mehrere legitime Windows-Tools, die von dateiloser Malware verwendet werden können, um bösartigen Code in Prozesse oder den Speicher einzuschleusen und bösartige Dateien herunterzuladen und auszuführen, z. B. WMI, PowerShell, Regsvr32, Mimikatz, DotNetToJScript-Technik, Reflective DLL-Remote-Injection (rundll32.exe) und Reflective EXE Self-Injection (mshta.exe). Um Ihre Kunden zu schützen, raten Sie ihnen, alle diese Prozesse auf allen Computern und Systemen zu deaktivieren, die sie nicht benötigen.
Wie MSPs ihren Kunden beim Umgang mit dateiloser Malware helfen können
Der beste Weg, Kunden dabei zu helfen, Bedrohungen durch dateilose Malware zu vermeiden, ist die Umsetzung eines mehrschichtigen Sicherheitsansatzes, der sowohl Präventions- als auch Erkennungsmaßnahmen umfasst. Sie können Ihren Kunden außerdem raten, ihre Software stets auf dem neuesten Stand zu halten, wodurch sich das Risiko von Angriffen durch dateilose Malware auf ihre Computer verringert. Die Aufklärung Ihrer Kunden über die Gefahren von dateiloser Malware und darüber, wie sie diese vermeiden können, ist ein weiterer wichtiger Schritt zum Schutz vor Bedrohungen. Selbst wenn solche proaktiven Maßnahmen getroffen werden, bleibt das Risiko eines Angriffs durch dateilose Malware hoch. Es ist wichtig, darauf vorbereitet zu sein, im Falle eines Angriffs schnell zu reagieren und die Systeme der Kunden wiederherzustellen, falls sie infiziert sind.
Dateilose Malware kann eine erhebliche Bedrohung für die Cybersicherheit von Unternehmen darstellen, lässt sich jedoch mit den richtigen Maßnahmen erkennen und verhindern. Wir können Ihnen dabei helfen, Ihre Kunden vorzubereiten und zu schulen, um Angriffe durch dateilose Malware zu vermeiden, und bieten Ihnen Lösungen zum Schutz vor Malware, mit denen Sie die Systeme Ihrer Kunden schnell wiederherstellen können, um Ausfallzeiten und Betriebsstörungen zu minimieren. Kontaktieren Sie uns.


