Vergleichskalkulationen aufsetzen – für Managed Services

Apr. 16, 2020

Vergleichskalkulationen aufsetzen – für Managed Services

BY Annie Stroud

MSP Best Practices WFH

Schritt 3: Vergleichskalkulation aufsetzen – für Managed Services

Die spannende Frage, die wir jetzt beantworten wollen: Wie sehen Stundensatz, Kosten und Gewinne aus, wenn das festgelegte Standard-Service-Paket unter Hinzunahme automatisierter Dienste erbracht wird?

Lassen Sie uns dafür bei der Preisgestaltung die gleichen Faktoren zugrunde legen und Break-Fix und Managed Services anschließend gegenüberstellen. So werden Sie schnell sehen, wo die Unterschiede liegen – und welche Vorteile sich herauskristallisieren!

Zwei Kriterien sind im Managed Service-Modell anders zu bewerten: der Automatisierungsgrad und die Skalierbarkeit. Das macht sie zu den entscheidenden Stellschrauben.

Sobald zur Erfüllung von Routineaufgaben automatisierte Services ins Spiel kommen, schnellt die Auslastungsquote von den zuvor geschätzten 60 Prozent auf nahezu 100 Prozent. Warum? Weil die IT-Techniker nur noch selten „raus“ zum Kunden müssen und fast alles inhouse und remote erledigen können. Weil die Mitarbeiter sich auf die Überwachung der automatisierten Services und die Betreuung der Kunden am Helpdesk konzentrieren können. Weil dadurch deutlicher weniger Fahrtzeiten, Verlust- und Leerlaufzeiten entstehen und eine weitgehend vollständige Auslastung möglich wird. Deshalb werden wir in unserem Rechenmodell beispielhaft mit selbstbewussten 100 Prozent kalkulieren.

Daraus resultiert eine deutlich höhere Zahl an verrechenbaren Stunden, was wiederum den Stundensatz deutlich senkt – von 69,20 EUR auf 38,33 EUR. Außerdem reduziert sich die Gemeinkostenpauschale von 30 auf voraussichtlich 20 Prozent, denn aufgrund der Reduzierung der Technikerfahrten benötigt das Unternehmen zum Beispiel weniger Firmenwagen oder mobiles Equipment. Guten Gewissens können wir nun auch eine deutlich höhere Marge ins Auge fassen – für die Beispielrechnung nehmen wir 70 Prozent.

Nach Anpassung all diese Parameter ergibt sich ein kostendeckender Stundensatz von 38,33 statt 69,20 Euro – und inklusive Marge liegt der kalkulatorische Stundensatz bei 65 statt 90 Euro. Der Jahresertrag des Technikers steigt somit von rund 100.000 auf 120.000 Euro bei mehr als verdoppelter Marge sowie geringeren Kosten für das eigene Unternehmen und für die Kunden.

Skalierbarkeit

Wie viele Geräte kann ein Techniker mithilfe von Managed Services betreuen? In unserer Gegenüberstellung sehen Sie: 250 und mehr. Während bei Break-Fix-Leistungen deutliche Skalierungsgrenzen gesetzt sind.

Natürlich kostet es auch Zeit, 250 Endgeräte automatisiert zu verwalten. Um manuelle Nacharbeiten kommen auch MSPs nicht gänzlich herum. Wie viel Zeit Sie für die Helpdesk-Betreuung einplanen sollten, hängt von Ihrer Kundenstruktur und den Bedürfnissen Ihrer Kunden ab. Aber seien Sie sicher: Ihre Mitarbeiter können ihre Zeit viel effizienter nutzen.

In unserem Beispiel veranschlagen wir für 250 Geräte rund 102 Stunden pro Monat. Bei einem kostendeckenden Stundensatz von 38,33 Euro macht das 15,64 Euro pro Desktop pro Monat. Ergänzen wir unsere Marge von 70 Prozent, liegt der Verkaufspreis bei 26,58 Euro. Nun haben Sie noch die Möglichkeit, Lizenzkosten für ihre genutzten Managed Services-Tools hinzuzufügen und erhalten somit einen Verkaufspreis von rund 32 Euro netto.

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