Stundensatz, Kosten und Umsatz ermitteln – für Break-Fix-Services

Apr. 15, 2020

Stundensatz, Kosten und Umsatz ermitteln – für Break-Fix-Services

BY Nicola Green

MSP Best Practices

Schritt 2: Stundensatz, Kosten und Umsatz ermitteln – für Break-Fix-Services

Angenommen Ihr Unternehmen hat seinen Sitz im Großraum München. Ihr „Muster-Mitarbeiter“ verdient monatlich 3.800 Euro, was einem Brutto-Jahresgehalt von 45.600 Euro entspricht. Nun addieren wir die Lohnnebenkosten, die gemeinhin in Deutschland bei rund 30 Prozent liegen – macht insgesamt 59.280 Euro.

Jetzt setzen wir die Arbeitsstunden dagegen. Von rund 2.080 möglichen Stunden ziehen wir – niedrig angesetzt – rund 28 Tage für Urlaub etc. ab, das heißt 224 Stunden. Verrechenbar wären also theoretisch 1.856 Stunden.

Doch wie wir alle wissen, gibt es im Break-Fix-Geschäft Leerlauf. Auch müssen hier administrative Tätigkeiten oder nicht an den Kunden weiterberechenbare Zeiten berücksichtigt werden. So erscheint eine Auslastungsquote von 60 Prozent plausibel. Damit wären wir bei 1.114 Stunden und einem auf die Lohngesamtkosten heruntergebrochenen Stundensatz von 53,23 Euro.

Was die Gemeinkosten betrifft, kann eine Höhe von ca. 30 Prozent hier als beispielhafter Maßstab gelten. In unserem Beispiel ergibt dies einen kostendeckenden Stundensatz von 69,20 Euro. Fehlt noch die Marge. Was halten Sie von einer Handelsspanne von 30 Prozent? Damit hätten wir einen realistischen Stundensatz von 90 Euro für Break-Fix-Leistungen errechnet.

Nun wollen Sie natürlich wissen: Wie viel Umsatz setzt unser Münchner Beispiel-Dienstleister um, wenn er den errechneten Stundensatz auf Break-Fix-Leistungen anwendet? Hierfür greifen wir das zuvor definierte Service-Bundle „Managed Desktop Standard“ auf. Das Paket hat sieben Einzelposten. Zunächst schätzen wir, wie hoch der Ressourceneinsatz unseres IT-Technikers sein wird, wenn er diese Leistungen für einen Desktop bzw. ein Endgerät erbringt. 6,5 Stunden pro Monat erscheinen machbar. In Verbindung mit dem vorher ermittelten Selbstkostenstundensatz, der festgelegten Marge und einer angenommen Anfahrtspauschale von 70 Euro ergibt sich für die einmalige standardmäßige Aktualisierung und Wartung ein Betrag von 676 Euro pro Desktop. Linear skaliert werden für den Kunden bei 20 Geräten rund 13.000 Euro fällig. Hört sich äußerst rentabel an, dürfte für die meisten Kunden jedoch nicht in Frage kommen. Muss es auch nicht, denn es gibt eine bessere Lösung – für beide Seiten.

Tipp: Wie viele Stunden lassen sich verkaufen bzw. abrechnen? „Tracken Sie genau, wie die Auslastung Ihrer Mitarbeiter aussieht“, so die Empfehlung eines Datto Partners. „Und sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter ihre Stunden konsequent erfassen. Ein Business Management-Lösung mit integriertem Ticketing und Zeiterfassung macht es möglich.“

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