Datto fragt, MSPs antworten: Das MSP-Geschäft in Zeiten der Pandemie

Juli 23, 2020

Datto fragt, MSPs antworten: Das MSP-Geschäft in Zeiten der Pandemie

BY Courtney Heinbach

MSP Best Practices

Um die derzeitige Lage des IT-Channels zu verstehen, gibt es keinen besseren Weg, als direkt bei Managed Service Providern nachzufragen. Wir haben uns mit Datto Partnern aus der ganzen Welt in Verbindung gesetzt, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie MSPs das aktuelle wirtschaftliche Klima empfinden.

David Thomas, Group Managing Director bei der Bluegrass Group, Exeter, UK

Datto: Wie hat sich die globale Pandemie in den letzten vier Monaten auf Ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt? Haben sich daraus Wachstumschancen ergeben? Oder hat sich Ihr Geschäftswachstum verringert?

David Thomas: Die COVID-19-Pandemie hatte besonders zu Beginn schon bedeutende Auswirkungen auf die Bluegrass Group, vor allem intern. Wir hatten bisher noch nie die Situation, dass alle Mitarbeiter von zu Hause arbeiten müssen. Deshalb waren wir uns zunächst nicht sicher, wie es weitergehen würde. Was die Technologie betrifft, waren wir natürlich zuversichtlich, aber für die Unternehmenskultur war das völliges Neuland. Aber die Sorgen waren unbegründet: Unsere Mitarbeiter zeigten sich im Homeoffice engagierter denn je. Das hat uns gezeigt, wie wir in Zukunft als Team zusammenarbeiten können. Was neue Geschäftsmöglichkeiten betrifft, haben wir schnell festgestellt, dass viele Kunden ihr Geschäft in kürzester Zeit umstrukturiert haben, um die Pandemie zu überstehen. Wir waren wirklich beeindruckt, wie unsere Kunden mit dieser Krise umgegangen sind, da sie schnell über Möglichkeiten nachgedacht haben, wie sie ihr Geschäft am Laufen halten und in dieser schwierigen Zeit tatsächlich erfolgreich sein können. Unsere Kunden sind jetzt deutlich offener für technologische Dienstleistungen. Die COVID-19-Pandemie hat viele Unternehmen gezwungen, stärker in digitalen Dimensionen zu denken. Unternehmen weltweit legen nun mehr Wert auf ihre IT-Infrastruktur, die IT-Budgets sind größer und ihre digitale Präsenz hat sich verstärkt. Wir haben uns auch Zeit genommen, um unser aktuelles Angebot unter die Lupe zu nehmen und zu entscheiden, wie wir es modifizieren können, um die veränderten Bedürfnisse optimal bedienen zu können. Wir waren fest entschlossen, den Nebel der Pandemie zu durchbrechen und stärker daraus hervorzugehen. Schon jetzt haben wir das Gefühl, dass unsere Unternehmenskultur und unser Angebot das Beste ist, was es je gegeben hat.

Datto: Hat die globale Pandemie die Art und Weise verändert, wie Sie in Zukunft Ihr MSP-Angebot aufstellen möchten? Gibt es etwas, was Sie jetzt anbieten, was Sie vorher nicht angeboten haben? Sind Ihre Dienstleistungen vielleicht anders gebündelt oder haben Sie irgendwelche langfristigen Änderungen vorgenommen?

David Thomas: Auf jeden Fall. Wir haben in den letzten vier Monaten tatsächlich bedeutende Veränderungen in unserem Geschäft vorgenommen, mehr als in den letzten 12 Monaten zusammen. Die Welt hat sich verändert und wir uns mit ihr. Unsere Support-Pakete sind jetzt noch flexibler. Wir bieten ab sofort erschwingliche Pakete, die für Unternehmen jeder Art und Größe zur Verfügung stehen, ganz gleich, ob die Unternehmen komplett oder nur teilweise remote arbeiten. Wir haben schnell gelernt, dass unsere Kunden es so einfach wie möglich haben möchten und jemanden benötigen, dem sie vertrauen können, wenn etwas schief läuft. Letzteres ist ohnehin eines unserer Schlüsselprinzipien. Durch die Erweiterung unserer Dienstleistungen um Telefonie- und Verbindungsdienste sowie IT-Support und Beratung erhalten unsere Kunden jetzt in allen Technologiebereichen eine großartige Unterstützung. Dadurch erhalten sie nur noch eine Rechnung, haben einen persönlichen Ansprechpartner und eine voll integrierte Dienstleistung.

Christian Fischer, Manager bei Kutzschbach Innovations GmbH - Augsburg, Germany

Datto: Wie hat sich die globale Pandemie in den letzten vier Monaten auf Ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt? Haben sich daraus Wachstumschancen ergeben? Oder hat sich Ihr Geschäftswachstum verringert?

Christian Fischer: Durch die Pandemie hatten wir kurzfristig eine sehr starke Nachfrage nach Dienstleistungen, die die Anbindung der Mitarbeiter im Homeoffice gewährleisten. Danach kamen dann bei vielen Kunden das Thema Collaboration, speziell über Microsoft Teams, auf die Tagesordnung sowie eine verstärkte Nachfrage nach Cloud-Lösungen und der Digitalisierung von Workflows. Insgesamt nehmen wir eine geringere Abnahme von klassischen IT-Themen wahr und eine deutlich stärkere Nachfrage nach Cloud-, Collaboration- und Digitalisierungsvorhaben.

Datto: Hat die globale Pandemie die Art und Weise verändert, wie Sie in Zukunft Ihr MSP-Angebot aufstellen möchten? Gibt es etwas, was Sie jetzt anbieten, was Sie vorher nicht angeboten haben? Sind Ihre Dienstleistungen vielleicht anders gebündelt oder haben Sie irgendwelche langfristigen Änderungen vorgenommen?

Christian Fischer: Wir haben unser Geschäftsmodell stärker auf das Microsoft 365 Ökosystem ausgerichtet und investieren in Technik- und Vertriebsschulungen zu Microsoft Azure. Speziell der Azure Windows Virtual Desktop könnte ein „Gamechanger“ werden. Aufgrund der Lizenzsituation (Microsoft 365 Pläne) wird dieses Szenario zunehmend interessanter und wir rechnen damit, dass dadurch klassische Terminalserver Umgebungen abgelöst und dann in der Azure Cloud betrieben werden. Zusätzlich evaluieren wir gerade eine Telefonie-Lösung, welche in der Cloud betrieben werden kann und sich mit Microsoft Teams koppeln lässt. Wir haben bei vielen Kunden festgestellt, dass die Telefonie im Homeoffice ein Problem darstellt. Da dies mit klassischen Telefonanlagen oft schwierig zu lösen ist, möchten wir hierfür eine entsprechende Lösung in unser Modern-Workplace Portfolio aufnehmen.

Mike Bloomfield, President Geek von Tekie Geek - Staten Island, NY, USA

Datto: Wie hat sich die globale Pandemie in den letzten vier Monaten auf Ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt? Haben sich daraus Wachstumschancen ergeben? Oder hat sich Ihr Geschäftswachstum verringert?

Mike Bloomfield: Die globale Pandemie hat unser Unternehmen vor Herausforderungen gestellt, aber gleichzeitig auch Chancen geboten. Wir sitzen direkt in New York, dem landesweiten Epizentrum der Pandemie und wurden dadurch Zeuge der strengsten Quarantäne in den Vereinigten Staaten. Unternehmen waren gezwungen, ihre Standorte zu schließen und es war nicht klar, wann sie wieder geöffnet werden dürfen. Wir haben daher die Entscheidung getroffen, den Verkauf einzustellen. Dabei haben wir uns folgende Frage gestellt: Wie können wir unsere Dienstleistungen vermarkten und verkaufen, obwohl sich so viele Unternehmen derzeit in einer absolut unsicheren Lage befinden? Dadurch kam unser Wachstum zum Stillstand, aber wir haben unseren Kundenstamm behalten und uns auf die Zukunft konzentriert. Während der Quarantäne haben wir einen neuen Marketing-Geek eingestellt und haben uns auf Videoproduktionen konzentriert, sowohl Live-Videos als auch bearbeitete Videos. Wir sehen dies als wichtigen Aspekt für das zukünftige MSP-Marketing. Außerdem haben wir an der Neugestaltung unserer Website gearbeitet, die im Laufe des Sommers live geschaltet wird. Mit den von uns eingeführten Prozessen und Veränderungen gehen wir davon aus, dass wir in den nächsten Monaten unseren Wachstumsmotor wieder hochfahren können, da bis dahin hoffentlich wieder ein Stück Normalität herrscht.

Datto: Hat die globale Pandemie die Art und Weise verändert, wie Sie in Zukunft Ihr MSP-Angebot aufstellen möchten? Gibt es etwas, was Sie jetzt anbieten, was Sie vorher nicht angeboten haben? Sind Ihre Dienstleistungen vielleicht anders gebündelt oder haben Sie irgendwelche langfristigen Änderungen vorgenommen?

Mike Bloomfield: Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir sowohl intern als auch für unsere Kunden über den richtigen Technologie-Stack verfügen. Dadurch waren wir in der Lage, uns und unsere Kunden schnell wieder in Betrieb zu bringen, nachdem wir unsere Büros verlassen mussten. Besonders wichtig ist, dass wir dabei ihre Sicherheit gewährleisten konnten. In vielen anderen Unternehmen wurden die Kunden einem Risiko ausgesetzt, nur um den Betrieb am Laufen zu halten. Wir bieten derzeit also keine neuen Dienstleistungen an, aber wir arbeiten jetzt mit Unternehmen zusammen, um ihre Konferenzräume mit speziellen Konferenzraum-Systemen auszustatten, denn in Zukunft werden virtuelle Meetings immer wichtiger.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihr Unternehmen und Ihre Kunden auf die Rückkehr ins Büro vorbereiten können, dann lohnt sich ein Blick in unsere Checkliste.

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